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Achtsamkeit

"Achtsamkeit bedeutet, daß wir ganz bei unserem Tun verweilen, ohne uns ablenken zu lassen."

Dalai Lama

 

Wissenwertes zum Thema Achtsamkeit finden Sie nachfolgend per Klick auf die jeweilige Überschrift

In unserem Alltag sind wir häufig ohne Bewußtsein für den gegenwärtigen Moment unterwegs. Unser Kopf regiert, das Tagesprogramm wird abgespult, wir haben auf Automatik geschaltet. Schnell verlieren wir uns in kognitiven Gedankenkonstruktionen und versinken in Gedanken, Erinnerungen oder Grübeleien über die Zukunft oder die Vergangenheit etc. Meist denken wir darüber nach, was heute ansteht, was als erstes im Geschäft zu tun ist, was unbedingt heute erledigt werden muss, was gestern war usw.

Unser Kopf ist also unablässig beschäftigt, produziert einen endlosen Gedankenstrom und unsere Aufmerksamkeit ist nicht auf den gegenwärtigen Moment gerichtet. Im Gegenteil - das, was gerade im Hier und Jetzt in uns passiert, nehmen wir bestenfalls halb bewußt wahr. Häufig bekommen wir es gar nicht mehr mit.

Wir nehmen nicht wahr, wie es uns gerade geht, wie wir uns derzeit fühlen, was wir momentan empfinden. Also z.B. ob wir verkrampft oder verspannt, nervös oder entspannt sind, wie unsere momentane Stimmung bzw. Befindlichkeit ist etc. Wir haben also den Kontakt zu uns selbst verloren.

Daraus resultierende Konsequenzen: wir haben Schwierigkeiten, bei unseren Aufgaben zu bleiben, uns zu konzentrieren, es fällt uns schwer, klar zu denken, sind gestresst, vielleicht innerlich unruhig, oft unbemerkt verkrampft, sind gereizt und oft wenig emphatisch u.v.a.

Der Grund: Körper und Geist sind nicht in Übereinstimmung miteinander.

Achtsamkeit hat ihren Ursprung vor allem in der jahrtausendealten buddhistischen Lehre und Meditationspraxis. 1979 entwickelte der amerikanische Molekularbiologe und Mediziner Dr. Jon Kabat-Zinn nach eingehender Beschäftigung mit der buddhistischen Meditationspraxis das Mindfulness Based Stress Reduktion (MBSR)-Programm, mit welchem er chronisch erkrankte Menschen, bei welchen klassische Behandlungsmethoden keinen Erfolg zeigten, sehr erfolgreich behandelte.

Seitdem gehört das MBSR-Programm sowie die Schulung von Achtsamkeit durch systematische, alltagsbegleitende Übungen weltweit zum Standard in Therapie und Behandlung von Krankheiten aller Art. Auch die zu diesem Thema durchgeführte Forschung bestätigt eindrucksvoll und nachdrücklich die positiven Wirkungen von achtsamkeitsbasierten Behandlungsmaßnahmen.

Achtsamkeit lässt sich als eine Art Bewusstseinszustand beschreiben, in welchem Menschen ihre Aufmerksamkeit bewußt und gewollt im gegenwärtigen Moment (also im Hier und Jetzt) auf sich selbst, ihren Körper und Geist fokussieren und einfach nur wahrnehmen, was sich im gegenwärtigen Moment in ihrem Inneren zeigt.

Dies also, ohne sich von auftauchenden Bildern, Gedanken, Erinnerungen, Phantasien, Gefühlen oder Emotionen - oder was immer sich gerade zeigt - ablenken zu lassen. D.h. ohne die eigenen Wahrnehmungen festzuhalten oder auszublenden, sie positiv oder negativ zu bewerten, darüber nachzudenken oder sich mit ihnen in irgendeiner Form auseinanderzusetzen.

Eines der wichtigsten Ziele von Achtsamkeit ist, zu lernen, im gegenwärtigen Moment wieder mit sich selbst in Kontakt zu kommen und künftig bewußt, mit einer Haltung von Achtsamkeit, im gegenwärtigen Moment zu leben und mit sich in Kontakt zu bleiben.

So hilft Achtsamkeit Praktizierenden nicht nur, eigene Emotionen, Gefühle, automatisierte Gedanken, Reaktionen und Verhaltensweisen usw kennenzulernen. Sie lernen, alles, was sich zeigt, einfach nur zu beobachten, sich nicht darauf einzulassen und so gelassener damit umzugehen.

Zudem lernen sie zu verstehen, was sie im jeweiligen Moment tief im Inneren bewegt - also wie es ihnen geht, was sie belastet und welche Bedürfnisse sie gerade haben u.v.a. Achtsamkeit ist somit ein lebenslanger Lern- und Erfahrungsprozess - über sich selbst und dem Umgang mit sich selbst.

Achtsamkeit wird systematisch einerseits mittels einfacher Übungen im Alltag (wie z.B. sensorischer Übungen - Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen bzw. weiterer spezieller Wahrnehmungsübungen) und andererseits mit Hilfe spezieller Achtsamkeitsmeditationen im Liegen, Sitzen und Gehen geübt und praktiziert.


Wichtiger Hinweis:

Da im Rahmen der Achtsamkeitspraxis Mediationstechniken zum Einsatz kommen, sind auch die zum Thema „Meditation“ auf dieser Website angeführten Voraussetzungen, Indikationen, Kontra-Indikationen und damit geltenden Anwendungsbeschränkungen unbedingt zu beachten!

Wird Achtsamkeit konsequent und regelmäßig trainiert und nachhaltig im Alltag praktiziert, trägt Achtsamkeit nachgewiesener Maßen dauerhaft zu einem Mehr an Wohlbefinden bei, führt zu einer reduzierten Stressbelastung und hilft zudem, besser mit Stress im Alltag umzugehen.

Zudem wurden bei regelmäßiger Achtsamkeitspraxis positive Auswirkungen und Verbesserungen in den Bereichen soziale Bindungsfähigkeit, emotionale Intelligenz, Konzentration und Aufmerksamkeit, Struktur sowie Funktion des Gehirns sowie der Emotionsregulation und Selbstkontrolle nachgewiesen.

Gleichfalls wird Achtsamkeit heute regelmäßig in der Behandlung einer Reihe schwerwiegender Erkrankungen eingesetzt, wie z.B.:

  • Stress und Burnout
  • Der Prävention und Behandlung psychischer Erkrankungen wie z.B. Depressionen, Angststörungen, Ess-Störungen, Traumata und weiteren psychischen Krankheitsbildern
  • Psychosomatischen Erkrankungen
  • Verminderung von Schmerzzuständen und chronischen Schmerzen
  • Hauterkrankungen
  • Krebs
  • Immunerkrankungen
  • Suchterkrankungen

Der positive Effekt und die Wirksamkeit von achtsamkeitsbasierten Verfahren ist durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt.

Grundsätzlich dient die von mir angebotene Trainingsmaßnahme Achtsamkeits-Training ausschließlichder individuellen Selbsthilfe und Bewusstseinsentwicklung und ersetzt keine möglicherweise erforderliche bzw. notwendige medizinische bzw. psychiatrische/psychologische Therapie und Behandlung.

Aus diesem Grunde sollten nur Menschen achtsamkeitsbasierte Verfahren trainieren, welchen vor ihrer Teilnahme von ihrem behandelnden Arzt bzw. Psychologen/Psychotherapeuten bestätigt wurde, dass weder ihre aktuelle psychische und physische Gesundheit noch evtle. möglicherweise vorliegende Kontra-Indikationen gegen ihre Teilnahme an diesem Training bestehen.

Generell gilt: sollten bei Ihnen medizinisch bzw. psychisch/psychiatrisch relevante Symptome bzw. Erkrankungen vorliegen bzw. Ihnen bekannt sein, wenden Sie sich bitte unbedingt an Ihren behandelnden Arzt bzw. Psychologen/Psychotherapeuten, bevor Sie achtsamkeitsbasierte Verfahren anwenden oder mit einem angeleiteten Kurs Achtsamkeits-Training beginnen.

Die nachstehenden Hinweise zu Indikationen oder Kontra-Indikationen können trotz größter Sorgfalt bei der Recherche in aktuell verfügbarer Fachliteratur nicht vollständig bzw. korrekt sein oder dem aktuellen Stand der Forschung und Wissenschaft entsprechen und dienen ausschließlich einer ersten Orientierung von Interessenten an der von mir angebotenen Trainingsmaßnahme Achtsamkeit.

Aus diesem Grunde dürfen nur Menschen an dem von mir angebotenen Training Achtsamkeit teilnehmen, welchen vor der Teilnahme von ihrem behandelnden Arzt bzw. Psychologen/Psychotherapeuten bestätigt wurde, dass weder ihre aktuelle psychische und physische Gesundheit noch evtle. möglicherweise vorliegende Kontra-Indikationen gegen ihre Teilnahme an dieser Trainingsmaßnahme sprechen und diese Trainingsmaßnahme ausdrücklich für sie geeignet ist.

Indikationen

  • Stressprävention und Stressmanagement
  • Burnout-Prävention
  • Kopfschmerzen (Spannungskopfschmerzen, Migräne)
  • Bluthochdruck
  • Flugangst, Lampenfieber, Prüfungsangst
  • Geburtsvorbereitung
  • Stottern
  • Magen- und Darmstörungen
  • Schlafstörungen
  • Angststörungen
  • usw.

Kontraindikationen

Sollten folgende Kontra-Indikationen bei Ihnen vorliegen, sprechen Sie bitte unbedingt mit Ihrem behandelnden Arzt oder Therapeuten bevor Sie Achtsamkeit anwenden, ob ein Achtsamkeits-Training für Sie geeignet ist:

  • Akute, existenziell bedrohliche Krisen- bzw. Notfallsituation
  • Suizidalität
  • Erkrankungen, bei denen die Anwendung von Entspannungstechniken kontraindiziert ist (wie z.B. Thrombosen, Epilepsie usw.)
  • Vorliegen von vorrangig und spezifisch zu behandelnden psychischen Störungen
  • Störungen, die zu emotional instabilen Persönlichkeitstypus führen
  • Einnahme von Psychopharmaka
  • Depressionen, Psychosen, Manie, Wahnsymptomatiken, Schizophrenie, multiple Persönlichkeitsstörungen usw.
  • Demenz
  • Akuter Substanzmissbrauch wie z.B. Drogen- oder Alkohol-Abusus
  • Stark ausgeprägte Zwangsstörungen
  • Personen mit mangelnder Selbststeuerungsfähigkeit
  • Krankhafte Neigung zu Kurzschlußhandlungen
    usw.

Wenden Sie achtsamkeitsbasierte Verfahren bei Vorliegen medizinisch bzw. psychisch/psychiatrisch relevanter Symptome bzw. Erkrankungen nicht ohne die ausdrückliche Empfehlung und Begleitung Ihres behandelnden Arztes oder Therapeuten an!

3 Minuten Achtsamkeit

Wenn Sie von Hektik und Stress im Alltag mal eine Pause brauchen, nehmen Sie sich einfach mal 5 Minuten Zeit. Mit etwas Übungspraxis hilft diese Atemübung, schnell und einfach für kurze Zeit aus dem alltäglichen Hamsterrad auszusteigen, bei sich zu sein und anschließend wieder klar und erfrischt in den gegenwärtigen Moment zurückzukehren.

Es sind nur 3 Minuten, die jedoch viel bewirken können. Folgen Sie einfach den folgenden Anweisungen.

Setzen Sie sich dazu möglichst an einem ruhigen Ort auf einen Stuhl oder eine Sitzgelegenheit, nehmen eine aufrechte, stabile Sitzhaltung ein und machen es sich bequem. Falls möglich, können Sie sich für diese Übung auch hinlegen.

Wenn Sie Ihre Übungsposition eingenommen haben, beginnen Sie, wie folgt:

1. Minute:

Schließen Sie Ihre Augen, richten Sie Ihre Wahrnehmung auf sich selbst und fragen sich:

  • Wie geht es mir gerade?
  • Was nehmen ich jetzt im Moment wahr (z.B. Wärme oder Kälte, Ruhe oder Unruhe, körperliche Wahrnehmungen wie z.B. Druck/Anspannung oder ein Gefühl der Entspanntheit usw.)?

Was immer es ist, nehmen Sie Ihre Empfindungen einfach nur wahr, ohne sich damit zu beschäftigen, auseinanderzusetzen, sie in irgendeiner Weise zu bewerten (positiv oder negativ) oder abzulehnen, auch wenn sie unangenehm sind. Beobachten Sie einfach nur. Lassen Sie alles kommen – was es auch ist, alles darf da sein – denn, es wird auch wieder weiterziehen.

2. Minute:

Richten Sie nun Ihre Wahrnehmung auf Ihren Atem. Nehmen Sie nur wahr, wie Ihr Atem gerade fließt – also einfach, wie Sie ein - und wieder ausatmen. Ohne Anstrengung, ohne Ihren Atem zu beeinflussen – nur, wie Sie gerade ein - und wieder ausatmen. Nur das - eine ganze Minute lang.

3. Minute:

Stellen Sie sich nun vor, wie Ihr Atem mit jedem Ein- und Ausatmen in Ihren ganzen Körper fließt und wieder herausströmt. Stellen Sie sich beim Einatmen vor, wie Ihr Atem in Ihre Beine, Arme, den Rumpf und den Kopf fließt und beim Ausatmen wieder herausströmt. Tun Sie das eine ganze Minute lang.

Wenn die "letzte Minute" gefühlt verstrichen ist, kehren Sie langsam mit Ihrer Aufmerksamkeit ins Hier und Jetzt zurück. Nehmen Sie für einen Moment in Ruhe wahr, welche Geräusche Sie hören. Anschließend öffnen Sie langsam Ihre Augen und nehmen für einen Moment wahr, was Sie sehen. Danach recken und strecken Sie Ihre Extremitäten sowie den ganzen Körper und kehren anschließend wieder ganz ins Hier und Jetzt zurück.

Sie wollen einen Achtsamkeits-Kurs besuchen?

Dann informieren Sie sich doch bitte auf der Trainings-Eingangsseite unter den Punkten Trainings-Angebot und Termine, wann und wo das entsprechende Training Ihrer Wahl von mir angeboten wird.

Ich freue mich, Sie in meinem Trainings-Kurs Achtsamkeit begrüßen zu dürfen.